0201 62 22 24
Seite wählen

Morbus Scheuermann

Die Scheuermann-Krankheit ist eine Wachstumsstörung der jugendlichen Wirbelsäule. In der Regel liegt ein verstärkter Rundrücken vor, der kompensatorisch zu einem Hohlkreuz führt. Bei diesem Krankheitsbild sind eine krankengymnastische Behandlung sowie Muskelaufbau durch sportliche Aktivität extrem wichtig. Besonders die Bauchmuskulatur und die obere Rücken- und Schultermuskulatur sollten trainiert werden.

Während der Rundrücken – mindestens zu Beginn der Erkrankung – noch durch Muskelaktivitäten aufzurichten ist, fällt es den Betroffenen jedoch schwer, über Anspannung der Bauchmuskulatur aus dem Hohlkreuz zu kommen.

Hier setzt die Korsetttherapie an. Wir bauen Korsette für die untere Wirbelsäule, um das Hohlkreuz zu korrigieren. Wenn das gelingt, muss der Korsettträger entweder im Brustwirbelbereich sehr gebückt laufen oder sich durch seine eigene Muskelaktivität aufrichten. So erreichen wir mit relativ kleinen Korsetten ein gutes Ergebnis. Da wir dabei kräftig auf den Bauch drücken, wird die Bauchatmung unterbunden. Das führt dazu, dass bei jedem Atemzug die Brustwirbelsäule aufgerichtet wird. Für den Fall, dass es dem Korsettträger nicht gelingt, sich selbst im Brustwirbelsäulenbereich aufzurichten, kann das Korsett nach oben hin vergrößert werden, um ihn somit auch dort zu korrigieren. Dies kommt allerdings nur selten vor.

Morbus Scheuermann im Röntgenbild

Morbus Scheuermann im Röntgenbild
Morbus Scheuermann im Röntgenbild

Ein Gschwend-Korsett zur Versorgung von Morbus Scheuermann

Beim Scheuermann haben wir auch häufig andere Fehlstellungen, die bei einer Korsettkonstruktion individuell betrachtet werden müssen. Nicht immer kommt man mit einem kleinen Korsett aus. Dann ist eine genaue Interpretation der Röntgenbilder notwendig, um eine optimale Versorgung zu erzielen.

Wie können wir Ihnen helfen?