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Cerebralparese

Unter infantiler CP, auch cerebrale Bewegungsstörung genannt, versteht man Bewegungsstörungen, deren Ursache in einer frühkindlichen Hirnschädigung liegt.

Eine Cerebralparese kann sich in verschiedenen Formen äußern: unilateral, bilateral, spastisch, dyskinetisch oder ataktisch.
Unter Gesamtbetrachtung der funktionellen und strukturellen Schädigungen, der Beeinträchtigungen der Aktivitäten (Fähigkeitsstörungen), der noch verbliebenen Aktivitäten und einer störungsbildabhängigen Diagnostik ermitteln wir

  • den Bedarf
  • die Fähigkeit zur Nutzung
  • die Prognose
  • das Ziel

einer Hilfsmittelversorgung auf der Grundlage realistischer, für den Kunden alltagsrelevanter Anforderungen. Dabei berücksichtigen wir die individuellen Kontextfaktoren als Voraussetzung für das angestrebte Behandlungsziel.

Unsere Lösungen

Als Versorgungsbeispiel zeigen wir Carbonfederorthesen in Pre-preg-Technik, die das krankhaft entstandene Gangbild wieder normalisieren.

Eine Unterschenkelorthese zur monolateralen Versorgung einer Cerebralparese. Das Neuro-Swing-Gelenk kann je nach Gangmuster mit verschiedenen Federstärken justiert werden.

Liegt eine Spastik vor, versorgen wir mit Unterschenkel-Orthesen in Kunststoff-Leder-Technik, um den spastisch betroffenen Fuß in eine normale Fußstellung zu bringen und zu halten. Ein durch Spastik hervorgerufener Spitzfuß wird mit einer Unterschenkel-Nachtschiene aus Kunststoff versorgt.

GMFCS-Stufen

Die CP wird unterteilt in verschiedene Stufen, die sich GMFCS (Gross Motor Function Classification System) nennen. Hierbei handelt es sich um ein standardisiertes System zur Klassifizierung der motorischen Beeinträchtigung auf einer 5-Punkte Skala von Patienten mit Cerebralparese. Ihm wird ein hoher prognostischer Wert bei der motorischen Entwicklung zugeordnet, der Auswirkungen auf die Therapieentscheidungen hat.

Um die GMFCS-Stufen als PDF-Dokument zu lesen, bitte hier klicken.